Die Statistiken sind eindeutig, die Aussagen der Kinder auch: Die Schweiz streamt! Hinweise zur Serienauswahl.

Gemäss netmetrix-Studie zählt dies zu einer der liebsten Medienbeschäftigungen. Im Unterschied zum Fernsehen oder der DVD aus der Bibliothek kommen über das Internet oft auch schlechte Serien oder Filme rein. Auswahl und Aufsicht durch die Eltern sind daher unumgänglich. Folgende Faktoren spielen eine Rolle:

Alter

Achten Sie bei der Auswahl der Inhalte auf mögliche Altersempfehlungen. Insbesondere für Kinder der Unterstufe sollte gelten, dass nur geprüfte Formate gezeigt werden. In diesem Sinne ist auch freies YouTube nicht geeignet. Selbst bei Netflix Kids ist nicht immer gegeben, dass die Serien denn auch passen. Leider kann man nur zwischen „Nur für kleine Kinder“ und „Für ältere Kinder und darunter“ unterscheiden. Die meisten Streaming-Anbieter unterlaufen so auch die nationalen oder kantonalen Kinder- und Jugendschutzbestimmungen. Hinweise zu guten Filmen und Serien finden Sie auf folgenden Seiten:

Inhalte

Gemäss einem Artikel auf flimmo.de zum Videostreaming zeichnen folgende Faktoren eine gute Kindersendung aus:

  • Kindergerechter Humor
  • Spannung zum Aushalten
  • Vorbilder & positive Botschaften
  • Wissen kindergerecht verpackt.
  • Originelle Machart: Die Serien sind vielleicht von Kindern gemacht oder inspirieren zum Experimentieren im eigenen Alltag.

Animes sind für Kinder nicht geeignet. Sie enthalten zu viele Gewaltsequenzen. Ausserdem zeigen sie fragwürdige Vorbilder. Schliesslich geht es auch immer um „Schwarz-Weiss“. Differenzierungen sind nicht vorgesehen. (Das muss nicht heissen, dass dies auch auf anspruchsvolle Animes zutreffen muss. Insbesondere Kultserien für Erwachsene zeigen durchaus differenzierte Inhalte und Plots.)

Haltung der Eltern

Wir Eltern sind wohl in zwei Richtungen gefordert. Zum einen müssen wir tatsächlich auch Widerstand geben und Kontrollen zu Inhalt und Nutzungszeit vornehmen. Es ist nicht zu vergessen, dass die Unterhaltungs- und Techbranche alles daran setzt, die Kinder möglichst lange vor dem Bildschirm zu halten. Ausserdem ist es wichtig, dass wir mit den Kindern über unsere Vorstellungen betreffend Qualität und Aussagen von Sendungen „streiten“. Das gibt Orientierung.
Auf der anderen Seite müssen wir uns aber damit auseinandersetzen, dass Kinder immer weniger jene Inhalte sehen möchten, die wir für angemessen oder gut befinden. Und hier müssen wir den Kindern auch etwas entgegenkommen. Es geht darum, mit dem zunehmenden Bedeutungs- und Machtverlust klarzukommen.

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