Viel am Bildschirm? Ein Problem der anderen? Oder doch auch von mir? Willkommen im Club!

Bei den Elternabenden von zischtig.ch lautet eine Frage an die Eltern: „Haben Sie sich auch schon gewünscht, weniger am Handy oder Tablet zu sein?“ Vier von fünf Personen beantworten diese Frage in der Regel mit Ja. In der Nachfrage bei Eltern (und Schüler:innen) ist zu hören: Das Wissen darum, dass man „so viel Freizeit auf Instagram oder TikTok vergeudet“ löst Stress aus.  

Gemeinsame Herausforderung!

Es soll in diesem kurzen Text nicht um die Verteufelung von Social Media & Co gehen. Wichtiger scheint die Erkenntnis, dass immer mehr Menschen erkennen, wie schwierig es ist, Balance zu halten. Vielleicht ist dies der Fortschritt in der Zeit. Das Bekenntnis einer eher exzessiven Mediennutzung muss nicht mehr heissen, dass man als fortschrittsfeindlicher Typ betrachtet und mit kritischen Blicken taxiert wird. Es geht stattdessen einfach um eine Herausforderung, die viele kennen und die neues Knowhow verlangt. 

Partygespräch?

Wenn diese Herausforderung als Phänomen für viele anerkannt ist, so kann auch anders darüber gesprochen werden. Die Einstellung verändert sich. Es geht nicht mehr um „du armer Suchti“. Es geht um gemeinsame Fragen: „Welche Tricks hast du? Was hast du schon ausprobiert?“ oder „Wie hast du das geschafft?“ Tatsächlich lassen sich solche Fragen 2022 leichter stellen. Es ist anregend, sich über solche Themen zu unterhalten. Versuchen Sie es auch. 

Tricks sind gefragt

News-Portale, Social Media und andere Dienste setzen viel psychologisches Wissen und die Erkenntnisse aus umfangreichen Datenanalysen ein, um uns vor den Bildschirm zu holen und und möglichst lange vor dem Bildschirm zu halten. Es ist Zeit, Tricks dagegen zu sammeln. Dies umso mehr, als Apple, Google und andere Anbieter mit den „Digital Wellbeing“-Funktionen nur die marketingtechnisch notwendigen Minima bieten. In einem der nächsten Artikel erfahren Sie, was andere Eltern für Tricks einsetzen.

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