Jugendliche können mit „den Externen“ während zwei Lektionen unverkrampft über die Risiken der Mediennutzung sprechen. Wissenswertes zum Selbstschutz wird geschlechtsspezifisch, ansprechend und einprägsam vermittelt. Die Arbeit mit nach Geschlechtern getrennten Gruppen, die Rhythmisierung sowie der Einsatz von Smartphones führt zu einer guten Beteiligung der Schüler*innen.

Ausgangslage

Die Wahrscheinlichkeit einer Online-Abhängigkeit ist drei mal so hoch wie die Gefahr Opfer von Cybermobbing zu werden. zischtig.ch setzt sich als einzige Deutschschweizer Organisation für die systematische Prävention ein. Aus einer Zusammenarbeit von Suchtfachleuten, Lehrkräften, Psychologinnen und Jugendarbeitenden ist eine zielgerichtete und genderspezifische Unterrichtseinheit entstanden. zischtig.ch stellt mit den schulexternen Personen Leute zur Verfügung, die einen guten Zugang zu den Jugendlichen herstellen können. Damit verbessern wir die Nachhaltigkeit.

 

Ziele und Inhalte

Im Vordergrund steht eine Sensibilisierung bezüglich der Riskien sowie der eigenen Kompetenzen in der Risikohandhabung:

  • Den Jugendlichen wird klar, dass sie noch nicht so fit sind, wie dies oft angenommen wird.
  • Die Jugendlichen werden Neugierig für die Zusammenhänge der Suchtentstehung.
  • Die Jugendlichen befassen sich aktiv mit ihren eigenen Mediennutzungsgewohheiten.
  • Die Jugendlichen entwickeln Verhaltensvarianten.
  • Die Jugendlichen wissen, wo Hilfe erhältlich ist.
  • Die Schwelle Hilfe zu holen ist gesenkt.

 

Methoden

Während der zwei Lektionen (standard) wird in einem beständigen Wechsel von Informationsvermittlung, Verarbeitung in Gruppen und Einzelarbeit gewechselt. Allenfalls kommt ein Video zu den Neurologischen Implikationen der Onlinesucht zum Einsatz.

Im Idealfall entwickeln Schülerinnen und Schüler Material, welches von den Lehrkräften zur Vertiefung weiter verwendet werden kann.

 

Leitende Theorie

Die „Studie über das Internetsuchverhalten von europäischen Jugendlichen“ (Dreier, M et al., 2013) hat gezeigt, dass Suchtphänomene auch als ein Scheitern der Adaption hin zu einer gelingenden Mediennutzung verstanden werden können. Neben der Wissensvermittlung steht daher die Aneignung sinnvoller Verhaltensweisen im Vordergrund.

 

Service und Varianten

  • geringer Aufwand für die Schule
  • stundenplankompatibel
  • Spezialprogramme und Integration in Projektwochen möglich
  • Vertiefungs-Ideen für Lehrkräfte
  • zischtig.ch aktualisiert das Programm halbjährlich
  • Ergänzung mit Elternabend möglich
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