zischtig.ch bietet sozialpädagogischen Einrichtungen Unterstützung bei der Förderung eines gelingenden Medienalltages. Egal ob Sie einen Workshop für die Klientel brauchen oder die Mitarbeitenden schulen möchten: Wenden Sie sich an unseren Sozialpädagogen Andrin Schnegg.

Im sozialpädagogischen Alltag sind digitale Medien ganz selbstverständlicher Teil der Arbeit. Im Gegensatz zur klassischen Medienprävention in Schulen gestalten sich die Menschengruppen jedoch noch heterogener. Folglich muss jeder Anlass individuell geplant werden. Durch unsere langjährige Erfahrung haben sich dennoch einige Themenbereiche herauskristallisiert.

Wir haben Erfahrung in der Arbeit mit Jugendlichen in Krisensituationen (Krisenintervention), Jugendliche und Kinder mit einer geistigen und oder körperlichen Beeinträchtigung (Wohnheime, HPS, Gehörlosenarbeit) und in der Arbeit mit erwachsenen Personen in einer sozialpädagogischen Organisation. Die grosse Chance des sozialpädagogischen Arbeitsfelds ist, dass die bearbeiteten Themen durch Begleitpersonen weitergeführt werden können. So beziehen wir Sie als Fachpersonen, wann immer möglich, in unser Programm ein. Wir gehen bewusst auf wohngruppen- und institutionsspezifische Settings und Wunschschwerpunkte ein.

Angebote für die Klientel

Folgende Themenbereiche können in der Arbeit mit Klientinnen und Klienten bearbeitet werden:

Ressourcen- und bedürfnisgerechtes Konsumverhalten (Sucht)

Das Entwickeln eines angemessenen Konsumverhaltens ist eine Entwicklungsaufgabe die alle Kinder und Jugendliche bearbeiten müssen. Gesellschaftliche, technologische und ökonomische Rahmenbedingungen erschweren dies. Wir unterstützen die Klientinnen und Klienten beim entwickeln eines gesunden Umgangs mit den digitalen Medien. Dabei durchschauen wir die Tricks der Industrie, schaffen Abwechslung, erarbeiten Strategien und thematisieren bei Bedarf auch das Thema Kosten.

Onlinekommunikation (Chatten)

WhatsApp, Instagram, Snapchat und TikTok führt bei Kindern, Jugendlichen dazu, dass signifikant häufiger online kommuniziert wird. Beim Erlernen dieser Kommunikationsform machen Kinder und Jugendliche verständlicherweise Fehler. Das führt nicht selten zu unnötigem Stress oder gar Straftatbeständen. Wir lernen mit den Klientinnen und Klienten das gelingende Chatten. Wir arbeiten an der eigenen Impulskontrolle und klären nicht zuletzt auch über Rechte, Gesetze und Pflichten in Zusammenhang mit Chats auf.

Sexualität online (Sexting / Pornografie)

Jugendliche und junge Erwachsene treffen im Internet auf eine Vielfalt von Medieninhalten mit expliziten und impliziten Bezügen zu Liebe, Körper und Sexualität. Kinder und Jugendliche mit einer kognitiven Beeinträchtigung, Defiziten im Selbstwertgefühl oder in der Sozialkompetenz sind hierbei eine besonders vulnerable Zielgruppe. Je nach Bedürfnis der Klientel behandeln wir unterschiedliche Themen. Jugendliche müssen oft über die gesetzliche Lage aufgeklärt werden. Mit konkreten Beispielen zeigen wir auf, wie es zu Gesetzesverstössen kommt und dass durchaus auch Jugendliche und Kinder verurteilt werden. Wir bieten den Kindern und Jugendlichen Gruppensettings an, um konfliktfrei über diese Themen zu sprechen. Oft haben sie in diesem Bereich Ängste und Sorgen, die sie nicht einmal mit den Bezugspersonen teilen.

Sicher im Netz (Cybergrooming / altersgerechter Inhalte / Datenschutz)

Insbesondere bei jüngerer Klientel können wir eine Einführung «Sicher im Netz» bieten. Dabei behandeln wir mit den Kindern oder Jugendlichen grundlegende Sicherheitsregeln im Netz, Strategien für konkrete Situationen und auch Tipps in Bezug auf Passwörter und andere Logins. Auch das Thema Datenschutz wird je nach Alter und kognitiven Fähigkeiten sehr konkret oder durch die Betrachtung eines grösseren Kontextes behandelt.

Selbstverständlich sind ebenso flexible Angebote möglich und je nach Institution müssen die Programme kurzfristig zusammengestellt werden. Beispielsweise in Kriseninterventionsstellen, Wohngruppen mit viel Wechsel, schnelllebige Arbeit mit Jugendlichen. Insbesondere die flexible Programmgestaltung wird in der Praxis sehr geschätzt.

Angebote für Fachpersonen

Update über Entwicklungen, Trends und neue Apps

Wir zeigen ihnen gerne auf Ihren oder von uns zur Verfügung gestellten Geräten, aktuelle Trends und Beobachtungen ihrer Klientel. Dabei geht es auch um wertvolle Selbsterfahrungen. Um diese Entwicklungen als professionelle Fachperson einzuordnen, empfiehlt es sich das Update in eine Schulung «Grundkurs Medienpädagogik» einzubetten.

Grundkurs Medienpädagogik

Was ist die Rolle der Medienpädagogik in der Sozialpädagogik? Wie kann Medienerziehung im Alltag gestaltet werden? Wie sind wir als Team oder als Institution aufgestellt? Wir gestalten gerne eine Weiterbildung für Teams und teamübergreifende Gruppen. Der Fokus liegt dabei auf dem sozialpädagogischen Alltag. Gerne machen wir auch Kombiangebote. Beispielsweise eine Schulung mit der Klientel am Morgen und eine Weiterbildung am Nachmittag.

Elternveranstaltungen

Im sozialpädagogischen Kontext ist, in Bezug zu den Medien, die Arbeit mit den Eltern oft etwas konfliktbelastet. Teilweise überforderte Eltern, unterschiedliche Vorstellungen von Medienregeln oder grosse Ängste hemmen die Zusammenarbeit zwischen Betreuungspersonen und Eltern. Wir bieten Workshops und Veranstaltungen explizit für Eltern oder bewusst für Eltern und Betreuungspersonen an. Dabei bearbeiten wir zusammen aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung, geben Tricks und Strategien mit und thematisieren auch die verschiedenen Rollen und die Aufgaben, die dadurch entstehen. Ziel ist die gemeinsame Medienerziehung der Klientinnen und Klienten.

Umfang und Form

In sozialpädagogischen Settings arbeiten wir flexibel und unkompliziert. Direkt auf der WG, in einem Klassenzimmer oder im Aufenthaltsraum der Institution. Dabei verzichten wir meist auf den Einsatz einer klassichen Präsentation und arbeiten interaktiv, mit Gruppenübungen, anfassbaren Werkzeugen und vielen Beispielgeschichten.
Oft werden im Rahmen von Halbtagen drei Aspekte behandelt. Bei Personen mit kognitiven Einschränkungen empfehlen wir nicht zu viele Themen auf einmal zu behandeln. Die besten Erfahrungen machen wir hier mit aufgeteilten Angeboten. Zwischen den Angeboten können die Begleitpersonen dann die Themen weiter vertiefen. Ein aufgeteiltes Angebot könnte folgendermassen aussehen: 4-mal pro Jahr einen Tag Medienprävention mit zischtig.ch

  • Frühjahr: Thema Konsumverhalten (Sucht), mit Workshops am Nachmittag (Alternative Apps wie Musik und Videoprojekte)
  • Sommer: gelingendes Chatten, Morgen präventiv mit den jüngeren Kindern, Nachmittag konkretes Arbeiten an den Apps mit Teenies und jungen Erwachsenen
  • Herbst: Sexting, Pornografie mit Teenagern, Nachmittag sicherer Umgang mit Bezug auf nicht kindgerechte Inhalte mit Kindern (Hilfe holen, Blocken, was machen, wenn komische Dinge auftauchen)
  • Winter: je nach Bedarf, Alternativen zu Handy und Co. Kreative Projekte für die ganze WG, Klasse, Kleingruppen zu spezifischen Themen

Weitere Informationen und Offerten erhalten Sie bei Andrin Schnegg aus unserem Team.

%d