Für Kinder, die in einen digitalisierten Alltag hineingeboren werden, stellen Medien eine Selbstverständlichkeit dar, wie sie für frühere Generationen noch nicht geben war. Dass Medien nicht automatisch in allen Tätigkeiten eine Rolle spielen, müssen Kinder erst lernen.

 

Medien sind alltäglich

Medien haben sich schleichend in unseren Alltag integriert. Während unsere Kinder bereits mit unterschiedlichen digitalen Medien gross werden, war die Kindheit und Jugend vieler Eltern noch viel weniger von digitalen Medien geprägt. Schwere, unhandliche Computer, Gameboys und Spielkonsolen zählten zu den Dingen, die besonders faszinierten, weil der Zugang zu digitalen Medien so das erste Mal auch der breiten Masse ermöglicht wurde. Im Unterschied zu den Kindern heute können wir uns noch an eine Zeit erinnern, wo Tablet & Co. noch nicht als Selbstverständlichkeiten in unserem Leben galt. Inzwischen ist das Internet in unserer Gesellschaft beinahe so unentbehrlich geworden wie Wasser. Und Kinder können sich ein Leben ohne digitale Medien kaum vorstellen.

Zwischen alltäglichen Tätigkeiten mit und ohne Medien zu unterscheiden fällt uns Erwachsenen wesentlich leichter als Kindern, eben weil wir aus einer noch eher „medieärmeren“ Zeit kommen. Zu erkennen, was überhaupt zu Medien gezählt wird, stellt eine Fertigkeit dar, die auch Kinder beherrschen sollten. Denn den eigenen Umgang mit Medien reflektieren zu können bedeutet auch, sich mehr Medienkompetenz anzueignen.

 

Mit Symbolkärtchen arbeiten

Um über den Umgang mit Medien nachdenken zu können, muss man wissen, was denn Medien überhaupt sind. Mit Vorschul- und Unterstufenkinder muss das nicht bedeuten, sich an den Tisch zu setzen und gemeinsam eine Übung zu lösen. Eine gute Gelegenheit bieten Ferien oder Wochenenden. Da kann man das Kind fragen, was es denn an diesem Tag gerne alles machen möchte. Als Unterstützung eignen sich Kärtchen mit Symbolen von verschiedenen Freizeitaktivitäten (siehe PDF-Dokument am Beitragsende). In einem ersten Schritt muss erarbeitet werden, was auf diesen Kärtchen Medien sind und was nicht. Danach wärs möglich, dass die Kinder beispielsweise drei Tätigkeiten mit und drei ohne für den entsprechenden Tag auswählen. So wird Kinder bewusst gemacht, dass man zwischen Medienzeit und medienloser Zeit unterscheiden kann. Und das trägt natürlich zum Medienwissen der Kinder bei.

 

PDF-Dokument: Tätigkeiten zum Vergleich

 

Dies ist ein Beitrag aus dem „Elternabend für Vorschule und Kindergarten“

 

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