Erziehungsberater, Wissenschaftler und Broschüren kommen alle zum gleichen Schluss: Kinder brauchen klare Medienregeln. Wo das gelingt, erleben Eltern häufig, dass dies auch Beruhigung bringen kann.

 

Klare Medienregeln

Regeln alleine nützen nicht in jedem Fall, sie müssen auch klar sein. Sie müssen also deutlich und konkret und somit für Kinder verständlich und anwendbar sein. Leider treffen wir in Schulklassen ab der 1.Klasse meist auf die folgenden drei grossen Medienregeln:

Zuerst die Hausaufgaben, dann darfst du… aber nicht zu lange… und nichts Brutales!

Aber was heisst das für Kinder? Die meisten sind damit überfordert, im Kindergartenalter erst recht. Kinder brauchen Eltern, welche für sie klare Anweisungen formulieren. Geräte, Anwendungen, Bedingungen, Zeiten und Räume müssen unterschieden werden. Natürlich kann im Kindergarten nicht jede Differenzierung bis ins letzte Detail verständlich gemacht werden. Aber Kindern sollten so klare Anweisungen erhalten, dass sie die Grenzen auch selber erkennen lernen.

Eine klare Medienregel könnte vielleicht lauten:

„Am Fernseher gilt: Einmal im Tag ein 15min-Sendung. Und wir haben sie zusammen ausgesucht.“ 

Und: „Am iPad gilt: Du musst Mami fragen, ob sie Zeit hat, weil wir machen das nur miteinander.“

So können ganz einfache, klare Medienregeln aussehen. Damit ist dann auch definiert, wann, mit wem, wieviel und möglicherweise auch wo ein Medienerlebnis stattfinden darf.

 

Zum Thema regeln finden Sie in unserem allgemeinen Elternblog auch die Artikel

Neues Mobilgerät? Minimalregeln und ein Bastelbogen, die helfen!

und So erarbeiten Sie Handy-Nutzungsregeln.

 

Dies ist ein Beitrag aus dem „Elternabend für Vorschule und Kindergarten“

 

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