Medienpädagogik wird auch an der hsl-Luzern gelehrt. Im vergleich zur Volksschule sind Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen vor spezielle Herausforderungen gestellt: Wie sieht Medienpädagogik im Kontext sozialpädagogischer Einrichtungen aus.

Unterschiedlichste Klienten und Rahmenbedingungen bedingen massgeschneiderte Lösungen. Schliesslich kann bei motorisch eingeschränkten Personen nicht einfach schnell mit dem iPhone etwas gemacht werden. Vielleicht wäre eine Arbeit zur Sicherheit auf Instagram wichtig, doch das Heimnetzwerk verbietet diese Anwendung. Heute haben 20 Studierende der hsl-Luzern Ideen kreiert und eine einfache Umsetzung „angespielt“. Ein Teil dieser Gedanken wurde auf schlichten WordPress-Seiten dokumentiert. Hier eine kleine und willkürliche Auswahl:

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Gebärden für Wohngruppe

In einer sozialpädagogischen Einrichtung lernen die Kinder jede Woche zwei neue Gebärden. Bislang wurden diese von den Betreuenden gezeigt. Künftig soll es möglich sein, dass die Kinder mittels digitaler Medien die zu erlernenden Gebärden jederzeit wieder betrachten und lernen können. Gleichzeitig soll der Umgang mit dem PC geschult werden. Dazu könnte wöchentlich eine Powerpoint-Präsentation hochgeladen werden. In dieser können die Kinder durch die drei Seiten mit den zu lernenden Gebärden navigieren. (Die entsprechende Website wurde leider entfernt.)

 

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Mädchentreff online

Die offene Jugendarbeit Schwamendingen, ein weiterer Treff St. Gallen sowie der Mädchentreff im Friedheim haben alle spezifische Gruppen für Mädchengruppen. Diese sollen in einem Pilotangebot vernetzt werden. Die Idee: Mittels einer kleinen Internetplattform können die Mädchen aus den unterschiedlichen Treffs über die jeweiligen Programme und Themen austauschen. In einem weiteren Ausbauschritt könnten eventuell Communitie-Tools angehängt werden. Die Site wird entwickelt unter www.meitli123.jimdo.com.

 

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Medienkunde mit Memes

Bei Kindern und Jugendlichen sind Memes beliebt. Meist quadratische Bilder einer speziellen Situation mit einem kurzen Satz oder Ausruf darin. Damit liesse sich auch in einem Heim mit verhaltensauffälligen arbeiten. Wenn die Jugendlichen es schaffen, solche selbst herzustellen, so ergibt sich daraus ein positiver Impuls bezüglich Selbstwirksamkeit. Zudem: Im Gemeinsamen erarbeiten solcher Memes können medienkundliche Qualifikationen vermittelt werden. Und ganz wichtig: Die Diskussion über die gewählten Bilder kann für eine Sensibilisierung bezüglich kritischer Aspekte genutzt werden. Eine Minidoku auf: www.yeti.zischtig.ch

 

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Suchttest online

„Bist du Handysüchtig?“ Dieses Thema ist in vielen Einrichtungen diskutiert. Leider sind da immer auch schnell Fronten: „Die Sozis sehen das völlig falsch!“ Es sind Zugänge gefragt die deblockieren und die Jugendlichen aktivieren. Die Idee: Am besten gelingt die Diskussion, wenn Jugendliche einen eigenen Test entwickeln. Ein Muster dazu auf: yolo.zischtig.ch

 

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Medien nutzen um Toleranz zu schaffen.

Eine weitere Arbeitsgruppe ist davon überzeugt, dass Botschaften tiefer gehen, wenn sie ansprechend gestaltet werden können. Video ist ansprechend. Wenn es sich noch mit dem Handy machen lässt, um so besser. Das nachstehende Muster wurde mit den Apps: StopMotion, Reverse-Cam und VideoEditor erstellt. Die Inhalte passen in der Woche der Erstellung dieses Videos zu den Geschehnissen in der Redaktion von Charlie Hebdo. Nach den brutalen Morden ist dieses Video der Versöhnung zwischen Religionen, Kulturen und Nationen gewidmet.

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