Künstliche Intelligenz ist ein mächtiges Tool, das längst Teil unseres Alltags geworden ist: KI in der Fotogalerie, die uns bei der Bildsuche hilft, KI-Chatbots auf Webseiten, die uns bei Problemen weiterhelfen, KI, die unsere Zahnröntgenbilder beim Zahnarzt analysiert und selbst beim Googeln erhalten wir zuoberst KI-Antworten. Ob wir das möchten oder nicht, die KI ist allgegenwärtig und steckt in allen möglichen Anwendungen. Trotzdem darf man sich nicht einfach auf die KI verlassen, da sie doch auch erschreckend viele Fehler macht.
Informationsquellen:
Jugendliche informieren sich heute fast nicht mehr über die klassischen Medien wie den Zeitungen. Stattdessen nutzen sie vor allem Social Media, um sich über aktuelle Themen zu informieren und ihre Meinung zu bilden. (3). Doch auf Social Media wird längst nicht nur die Wahrheit verbreitet. Plattformen werden zunehmend von KI-generierten Inhalten geflutet. Eine Studie aus dem Juni 2025 fand heraus, dass jedes vierte TikTok Video KI enthält (4). Da die Kennzeichnung „enthält KI-Inhalte“ nicht immer klar deklariert ist, die KI aber immer realistischere Sachen produziert, wird es immer schwieriger solche Inhalte zu erkennen. Hinzu kommt, dass 15% der unter 25-Jährigen ihre Informationen direkt über KI-Tools beziehen (1).
Aufgrund dieser Entwicklungen ist es umso wichtiger, weiterhin kritisch zu denken, Inhalte zu hinterfragen und KI-Antworten sorgfältig zu prüfen.
Falschinformationen und Halluzinationen:
Bei der Nutzung von KI stösst man häufig auf falsche oder erfundene Zitate – vor allem dann, wenn die KI keine echte Antwort kennt. Statt das zuzugeben, erfindet sie Inhalte, um eine scheinbar vollständige Antwort zu liefern. Oft sind die Informationen auch veraltet oder die KI kann nicht zwischen Meinung und Fakt unterscheiden.
Da sie sich auf sehr unterschiedliche Quellen stützt, kommt es auch vor, dass Satirebeiträge oder unglaubwürdige Webseiten als Grundlage verwendet werden.
Ein wichtiger Grundsatz lautet deshalb: „Garbage in = Garbage out“.
Wie kann man die Jugendlichen unterstützen?
Um sinnvolle Antworten zu erhalten, muss besser „gepromptet“ werden. Anstatt nur eine Frage zu stellen, kann zusätzlich zur Frage noch folgendes dazugeschrieben werden:
- Falls du unsicher bist, sag das bitte.
- Gib für jede Aussage deine Quelle an.
- Erfinde keine Fakten.
Mit solchen „besseren“ Prompts kann die Fehlerhäufigkeit verringert werden. Üben Sie das mit den Jugendlichen und probieren Sie es vielleicht selber auch gleich einmal aus. Genau wie Sie früher gelernt haben, wie man „googlet“, muss heute gelernt werden, wie man ChatGPT oder andere generative KIs benutzt.
Zusätzlich muss auch das kritische Hinterfragen gelernt und geübt werden. Folgende Fragen können da helfen:
- „Findest du diese Information auch noch an anderen Orten?“
- „Wer behauptet das?“
- „Hast du die Quelle überprüft?“
Stellen Sie solche Fragen Ihren Kindern, damit sie abschätzen lernen, ob etwas wahr oder falsch ist. Es gibt gute Webseiten wie mimikama.org, wo überprüft werden kann, ob eine Information echt ist, oder ob es sich um Fake News handelt.
Fazit:
KI nimmt einen immer grösseren Stellenwert in unserem Leben ein. Es ist wichtig, dass wir auf der Hut bleiben, Antworten der KI kritisch hinterfragen, mit Seiten wie mimikama.org überprüfen und darüber sprechen. Nur so haben wir eine Chance, die KI sinnvoll zu nutzen und nicht auf falsche Informationen hereinzufallen.