Luca sagt, er brauche das iPad nur für die Hausaufgaben. Um etwas im Internet nachzuschauen. Doch wir kennen es von uns selbst: Wenn da noch andere Apps installiert sind, ist die Versuchung gross. Für Kinder manchmal zu gross. Eine einfache Einstellung im iOS bietet Eltern Gewissheit für gewisse Momente.

Bei Apple-Geräten lässt sich sehr einfach eine sehr restriktive Benutzungseinstellung aktivieren. Sie nennt sich «Geführter Zugriff» und ermöglicht Eltern, die Benutzung des Geräts auf die aktuelle App beschränkt zu halten. Eine Codesperre verhindert, dass das Kind die Einstellung übergehen kann.

Über die Einstellungen lässt sich dieser Dienst wie folgt aktivieren:

Bei «Allgemein» findet sich der Menüpunkt «Bedienungshilfen».

  Geführt 1

Hier wiederum drücken Sie auf den Punkt «Geführter Zugriff».

Zur Aktivierung den «Schalter» umlegen. Hier wird auch ein Code festgelegt, mit welchem der Modus beendet werden kann. Zudem kann eingestellt werden, dass bei Ablauf einer definierten Zugriffszeit (neu in iOS 8) ein Ton oder eine aufgenommene Ansage ertönt.

Wurden diese Einstellungen vorgenommen, kann man in jedem beliebigen App den Geführten Zugriff aktivieren. Drücken Sie dafür drei Mal auf den Home-Knopf. Die App wird leicht verkleinert und ein Menu erscheint, mit welchem Feinanpassungen vorgenommen werden können.
So kann bestimmt werden, ob die Hardwaretasten, also die Lautstärke-, Home- und Ausschaltknöpfe bedient werden dürfen. Auch die Touch-Oberfläche und die Bewegungssensoren können gesperrt werden. Neu bei iOS 8 kann zudem eine Zugriffszeit definiert werden. Gestartet wird der Modus rechts oben. 

Um zu beenden drückt man wiederum drei Mal den Home-Knopf und gibt den definierten Code ein (klugerweise nicht den Standard-Entsperrcode verwenden).

Die Einstellung bei iOS-Geräten ist nützlich, wenn Sie sichergehen wollen, dass Ihr Kind am Tablet oder am eigenen iPhone nichts anderes anstellt, als was ihm erlaubt wurde. Allerdings sollte die Funktion mit Mass eingesetzt werden. Eine restriktive Kontrolle dieser Art kann dem Kind helfen, sich auf eine gewisse Aufgabe zu konzentrieren. Jedoch ersetzt sie nicht einen auf Vertrauen basierenden Umgang mit den Möglichkeiten, welches die Geräte und das Internet bieten. Am besten ist ohnehin ein «begleiteter Zugriff» mit den Eltern, der den «geführten» überflüssig machen würde.

MK/

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