Ein ehrlicher Erfahrungsbericht: Das Handy vibriert und summt beinahe ununterbrochen. Zahlreiche Apps schicken uns Benachrichtigungen, um unsere Aufmerksamkeit zurück auf den Bildschirm zu lenken. Inzwischen gibt es viele Möglichkeiten, Ablenkungen zu reduzieren und die Bildschirmzeit einzuschränken. Die meisten davon lassen sich jedoch mit wenigen Klicks wieder umgehen.

Beim Brick ist das etwas schwieriger. Während ich eine Bildschirmzeit-Benachrichtigung einfach wegklicken kann, muss ich mich beim Brick tatsächlich bewegen. Doch was genau ist der Brick?

Der Brick ist – wie der Name schon sagt – ein kleiner Stein. Er ist magnetisch und kann fast überall befestigt werden.

Über die Brick-App lässt sich festlegen, welche Apps blockiert werden sollen. In meinem Fall sind das Instagram und 20 Minuten Online. Gerade vor dem Einschlafen und direkt nach dem Aufwachen greife ich oft automatisch zum Handy, um durch Instagram zu scrollen oder die Nachrichten auf 20 Minuten zu lesen. Genau dieses Gewohnheitsverhalten hilft der Brick zu durchbrechen.

Bei mir hängt der Brick neben dem Kühlschrank. Nachdem ich am Abend die Zähne geputzt habe, halte ich mein Handy kurz an den Brick und gehe ins Bett. Von diesem Moment an sind die ausgewählten Apps gesperrt. Die Sperre lässt sich nicht einfach mit einem Code aufheben. Erst am nächsten Morgen, wenn ich aufstehe, in die Küche gehe und mein Handy erneut an den Brick halte, werden die Apps wieder freigeschaltet.

Wer die Apps gerne immer zu der gleichen Zeit gesperrt haben möchte, kann zudem individuell festlegbare Zeitpläne nutzen. So lässt sich beispielsweise ein Arbeitsmodus einrichten: Ab 8.00 Uhr werden automatisch alle Apps blockiert, die während der Arbeit ablenken. Erst wenn das Handy wieder an den Brick gehalten wird, können die Apps erneut genutzt werden.

Somit ist der Brick sehr individuell nutzbar. Und er lässt sich auch super mit anderen Personen teilen. Alles, was man machen muss, ist die kostenlose Brick-App, herunterladen.

Und wenn ich nun einmal unbedingt sofort Zugriff zu meinen Apps benötige und mein Brick aber nicht in der Nähe ist, kann ich insgesamt fünf Mal einen «Emergency Unbrick» durchführen.

Fazit:

Der Brick funktioniert am besten, wenn ich aktiv und bewusst meine Handynutzung ändern möchte. Wie auch sonst überall, gibt es Möglichkeiten über die Einstellungen oder den Emergency Unbrick, die Sperre zu umgehen. Jedoch ist das deutlich schwieriger als bei einer reinen Bildschirmzeiteinstellung mit einem Code.

Ich fand es spannend zu sehen, wie oft ich morgens ganz automatisch zum Handy greife, um verschiedene Apps zu checken, und wie der Brick genau das verhindert hat. Es war interessant, das einmal auszuprobieren, denn zur Abwechslung ist es nicht noch eine weitere App, die ich installieren muss, sondern ein einfacher Stein – nicht mehr und nicht weniger.